Zwischenbergen 1810 - 2010


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Geschichte

Historische Beschreibung

Zwischenbergen entstand als Moorkolonie angelegte Siedlung zwischen den jungen Moorkolonien Voßbarg und Fiebing. Die systematische Besiedlung erfolgte ab 1810. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Ort erstmals mit dem Namen "Zwischenbergen" bezeichnet. Die erste Besiedlung geht jedoch noch weiter zurück auf das Jahr 1783 mit dem Auftauchen der ersten Kolonisten. Mit der planmäßigen Erschließung der Moorkolonie begann ein steiler Aufstieg der Bevölkerungszahlen. Zählte der Ort 1821 noch 66 Einwohner, so stieg die Einwohnerzahl bis 1848 auf 190. Die Siedler kamen zu einem großen Teil aus Strackholt, teils kamen sie aus den Nachbarorten, aber auch aus anderen Teilen Ostfrieslands.
Nach 1848 kam es bis etwa 1890 jedoch zu einer Stagnation der Bevölkerungsentwicklung, bisweilen sogar zur Abwanderung.
Erst mit dem Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Einwohnerzahlen wieder zu steigen. Während bis 1970 noch ein Anstieg der Einwohnerzahl zu verzeichnen war, sank die Bevolkerungszahl bis 1987 mit 275 Einwohnern auf den Wert von 1919.
Der Höchstwert wurde 1946 mit 352 Einwohnern erreicht, doch ergab sich dies auch nur durch die Zuwanderung von Flüchtlingen, die allerdings bald weiterzogen.
Am 31.12.2004 wohnten in Zwischenbergen 334 Personen.

Im Rahmen der Neugliederung der Gemeinden im ostfriesischen Raum wurde am 01.07.1972 die bis dahin selbständige Gemeinde Zwischenbergen neben den ebenfalls selbständigen Gemeinden Voßbarg, Marcardsmoor und Wiesederfehn der Gemeinde Wiesmoor zugeschlagen. Diese vier Gemeinden bildeten nun mit Wiesmoor eine neue Einheitsgemeinde.


Wohnen und Leben in Zwischenbergen

In der Anfangszeit der Besiedlung sicherte das sogenannte "Moorbrennen", ein von den Holländern übernommenes Verfahren zur Urbarmachung des Moores, den Kolonisten ein erträgliches Auskommen. In der Folgezeit aber offenbarten sich die Folgen dieser Methode, als die Erträge zurückgingen, weil die Moorböden ausgezerrt waren. Um ihr Auskommen zu sichern, versuchten die Siedler durch den Verkauf von Torf ihre Erträge zu steigern.
Andere suchten sich Arbeit außerhalb des Dorfes. Veränderungen in der Viehhaltung Ende des 19. Jahrhunderts sowie die um 1900 eingeführte Düngung des Moores führten zu einer Verbesserung der Erträge und somit zu einem Erstarken der Landwirtschaft. Dieser Wirtschaftszweig spielte somit im 20. Jahrhundert eine große Rolle in Zwischenbergen.
1950 gab es dort 28 Vollerwerbsbetriebe. Diese Zahl reduzierte sich bis 1970 auf 16 Vollerwerbsbetriebe. Entsprechend der allgemeinen Entwicklung in der Landwirtschaft finden wir heute in Zwischenbergen lediglich einen Vollerwerbsbetrieb. Weitere Arbeitsplätze stehen in Zwischenbergen nicht zur Verfügung. Alle Arbeitnehmer fahren somit in die benachbarten Städte und Gemeinden, um hier ihrer geregelten Arbeit nachgehen zu können.

Im Hinblick auf die Infrastruktur ist festzustellen, dass man hier auf ein gut funktionierendes Dorfgemeinschaftshaus, Friedhof sowie auf den naheliegenden Kindergarten Zwischenbergen / Voßbarg zurückgreifen kann. Kleinkinder werden direkt im Rahmen einer Krabbelgruppe im Dorfgemeinschaftshaus betreut. Die Grundversorgung der Einwohner, besonders der älteren Einwohner, ist durch übers Dorf fahrende Verkaufswagen gesichert. Durch die guten Straßen- und Radwegverbindungen nach Wiesmoor und Strackholt stellt die Versorgung der Einwohner eigentlich kein Problem dar. Wünschenswert wäre sicherlich wieder ein Lebensmittelgeschäft direkt im Ortsteil, was sich jedoch wirtschaftlich aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht umsetzen lässt. Bis vor ca. neunzehn Jahren befand sich am Zwischenberger Weg neben einer Poststelle auch eine Gaststätte und ein angegliedertes Lebensmittelgeschäft. Aus den bereits oben angesprochenen Gründen mussten diese Einrichtungen jedoch wieder geschlossen werden.



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